International Press Comment

 

Die Rheinpfalz Pfälzer Tageblatt - Nr. 253:

31.10.2018: Ohne Fehl und Tadel
Die Festival Strings Lucerne im Badischen Staatstheater

Von Gerhard Tetzlaff

Die renommierten Festival String Lucerne stellten in Karlsruhe Werke von Tschaikowsky und Mozart einander gegenüber. Im Es-Dur-Klavierkonzert KV 271 brillierte der Armenier Sergej Babayan.

Seine aktuelle Duo-CD mit Martha Argerich, auf der Sergej Babayans Prokofieff-Transkriptionen für zwei Klaviere versammelt sind, erhält international Lobeshymnen der Kritik: Beim Sonderkonzert mit den Festival Strings Lucerne im nahezu ausverkauften Großen Saal des Badischen Staatstheaters präsentierte sich der Pianist als Mozart-Interpret ohne Fehl und Tadel. Perfekt waren die Anschlagskultur, der im warmen Piano ebenso wie im kraftvollen Forte klar durchgezeichnete Ton, die makellose Geläufigkeit. Aber der armenische Pianist ist kein selbstverliebter Virtuose, er ist ein Musiker, der das gemeinsame Spiel mit dem Orchester wie bei seinem „Duett“ mit der Hornistin im Kopfsatz ausgiebig pflegt.

Die Kunst der gemeinsamen Phrasierung wird von Babayan ebenso beherrscht wie eine raffinierte Klangfarbendramaturgie oder ein rhythmisch pulsierendes Spiel. So wurde sein Musizieren mit dem Kammerorchester nicht nur im sehr breit genommenen, tief ausgeloteten Andantino zum Ereignis.

Wie raffiniert der Lehrer von Daniil Trifonov zu verzieren weiß, unterstrich die zugegebene Aria der Goldbergvariationen von Bach.

Die von Daniel Dodds als Konzertmeister mit zurückhaltender Körpersprache geleiteten Festival Strings Lucerne überzeugten nicht nur beim „Jeunehomme-Konzert“ als durch ihre Klangkultur und Aufmerksamkeit ausgezeichneten Mozart-Interpreten.

Die A-Dur-Sinfonie KV 201 war von einem bis ins Pianissimo tragfähig-leuchtenden Streicherklang geprägt. Die zupackende Härte historisch informierten Musizierens suchte man vergeblich, das Luzerner Ensemble ist ganz auf einen gelegentlich auch dramatisch unterfütterten Schönklang eingestellt. Wobei die Detailgenauigkeit und der Formsinn der Musikerinnen und Musiker stets überzeugte.

Ein auch im Pianissimo stets präsenter Klang prägten auch Tschaikowskys Streicherserenade. Dodds hatte die oft interpretierte Partitur in der Probenphase hörbar von eingefahrenen Klischees befreit. So detailgenau und transparent, dabei stets von warmen Farben getragen hört man das Werk sonst fast nie. Ein elegantes Spiel des in allen Gruppen ausgeglichenen Ensembles dominierte. Die russische Seele wurde fein dosiert zurückgenommen, das kammermusikalische Miteinander und aufeinander Hören stand im Zentrum, auch wenn dabei die dramatische Spannkraft in den Hintergrund rückte. 

 

 

Badische Neueste Nachrichten (Karlsruhe):

31.10.2018: Festival Strings Lucerne am Badischen Staatstheater
Sergei Babayan macht im Mozart-Andantino atemlos

Wie tief Gefühle gehen beim Musizieren und dass sie über den gelungenen Ausdruck entscheiden, das war schon vor 500 Jahren dem Maler Matthias Grünewald oder vor 600 Jahren Jan van Eyck bewusst. Den Engeln an ihren Instrumenten auf dem Isenheimer Altar und jenen singenden auf dem Genter Altar steht das Interpretieren ins Gesicht geschrieben. Und an diese Augen, die nach der vollendeten Intonation schielen, an sich wandelnde Gesichtszüge um des musikalischen Charakters willen erinnern jetzt auch diese Stirnen über aufgerissenen Augen und gespitzten Mündern an den neun Violinen und den drei Celli der Festival Strings Lucerne, die sich gerade mit diebischer Freude ins Pizziccato stürzen. Das Ensemble gastierte mit seinem Konzertmeister und Dirigenten Daniel Dodds beim 2. Sonderkonzert am Badischen Staatstheater in Karlsruhe und bildete einen vorzüglichen Rahmen auch für den Solisten Sergei Babayan im Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart.

Ein lupenreiner Mozart, dem das Potenzial zum absoluten Zauber leider nur innewohnte, und ein Tschaikowsky zum Niederknien sind der Eindruck von diesem willkommenen Gastspiel. Selten erlebt man verzahnte, höchst aufmerksame und geschliffene Ensemblearbeit auf diesem Niveau.

Die vollendete Leichtigkeit in den doch tiefgründigen Werken des Salzburger Magiers angemessen leicht klingen zu lassen, ist ja bekanntlich eine der schwierigsten Künste. Im ersten Satz der Sinfonie Nr. 29 A-Dur stört denn auch nur eines: ein klingelndes Handy im Publikum – enttäuschte Blicke, die Bratschen verdrehen die Augen. Man hört da zwar die Exposition schon zum zweiten Mal, aber auch das gehört dazu: die Feinheiten erkennen, mit denen dieses exzellente Ensemble samt warmtöniger Hörner und singender Oboen die Wiederholung vom ersten Durchgang absetzt. Sie wirkt fordernder, drängt nach dem Spiel mit den Themen in der Durchführung. Die große Geste wohnt diesem Allegro inne, galante Zartheit dem Andante. Spielwitz dem Menuetto und der rasende Rausch dem Schlusssatz. Eine nahezu perfekte Darbietung, ein wenig routiniert vielleicht, und sie musste mit Intonationsunschärfen der ersten Geigen leben. Überhaupt keine Wünsche ließen die Luzerner mit ihrer bannenden Interpretation der C-Dur-Serenade von Peter Iljitsch Tschaikowsky offen. Da sprießen förmlich die Blüten vor dem inneren Auge, Honig fließt auf den Nervenbahnen. Gefühlvoll, präzise, individuell.

Sergei Babayan ist ein interessanter Mozart-Interpret. Atemlos macht seine Interpretation des Andantino im Klavierkonzert – sinnlich und doch leicht wie eine Feder. Den ersten Satz aber nimmt der weltweit gefragte Armene und Duopartner von Martha Argerich definitiv zu hart, phrasiert nur wenig, seine Läufe werden den mozart’schen Perlenketten nicht gerecht, er huscht. Erst im dritten Satz kommen Präzision und Zauber dort zusammen, wo das Mozart-Wunder auch schnelle Sätzen ereilt. Die Luzerner erweisen sich als würdevolle, zuverlässige Partner, die Babayan eloquent begleiten. Die Aria von Bachs Goldberg-Variationen ist Babayans Geschenk für das begeisterte Publikum. Ein unerfüllter Teaser. Man hätte sie gerne alle!

Isabel Steppeler

 

 

       Lübecker Nachrichten (Germany):

2018-08-24: «Traumhafte Streicher», «Schweizer Qualität», «Zuerst ein Klavierkonzert, anschließend feinste Streicherklänge: Das Konzert der Festival Strings Lucerne mit dem Pianisten Nicholas Angelich im Kuhstall von Gut Pronstorf war ein Ereignis.»

read

 

       Die Welt, Hamburg (Germany):

2018-08-23: «Nicholas Angelich beschert dem Schleswig-Holstein Musik Festival in der Elbphilharmonie einen traumhaften Klavierabend (...). Aus einem wirbeligen, verspielten Duktus heraus erwuchsen Robert Schumanns 'Bilder aus Osten' op. 66 in der Streicherfassung nach der Pause. Schumann hatte sich zu diesen sechs unterhaltenden Impromptus von alter arabischer Dichtung, den sogenannten 'Makamen' des Ibn al-Hariri anregen lassen, die Friedrich Rückert seinerzeit in deutscher Fassung herausgegeben hatte. Al-Hariri lässt seinen Helden, den übermütigen Schalk Abu Seid, in diesen Geschichten allerlei Abenteuer erleben. Schumann schuf ironische Charakterstücke. Ein besonderes Lob gebührt hier den Bratschen der Festival Strings Lucerne, die im liedhaften Satz 'Nicht zu schnell' eine exponierte Rolle einnahmen. (...) So hatten die Festival Strings Lucerne am Ende dann doch noch den Triumph, der ihrer außerordentlichen Qualität gerecht wurde.»

read

 

       Kieler Nachrichten (Germany):

2018-08-23: «Kann Musik von Chopin nach Mozart klingen? Sie kann, wenn die Festival Strings Lucerne sie intoniert. So geschehen beim SHMF-Konzert mit dem Schweizer Kammerorchester in der Elbphilhamonie (das gestern in Pronstorf wiederholt wurde). Chopins 1. Klavierkonzert in e-Moll stand auf dem Programm, und die Orchestereinleitung geriet den 20 Streichern unter der Leitung ihres Konzertmeisters Daniel Dodds so geschmeidig, als hätte das Salzburger Wunderkind die Noten gesetzt.»

 

 

       Frankfurter Allgemeine Zeitung (Germany):

2018-07-09: «Das 1956 gegründete Schweizer Kammerorchester, das sich zwar nicht der historischen Aufführungspraxis, sehr wohl aber einem nahezu kammermusikalischen Ansatz verpflichtet zeigte, spielte unter der Leitung seines Konzertmeisters Daniel Dodds einen so flüssigen wie fein akzentuierten Mozart.»

 

     

      El Mundo, Madrid (Spain):

2017-12-07: «Renaud Capuçon intervino en la segunda obra, Concierto para violín y orquesta en Re Mayor, K. 218 de Wolfgang Amadeus Mozart, obra pintiparada para el carácter de este intérprete, en la que pudo ofrecer su más cuidado virtuosismo, brillante fantasía expresiva y máxima intención lírica, dado el sentido poético que da a su fraseo, su limpia articulación y su efectista capacidad ornamental, aspectos que llevaron al oyente a una absoluta admiración. (...) Terminaba así la actuación de una de las más brillantes orquestas de cámara que existen actualmente en el mundo, lo que da idea del grado de calidad que tienen los conciertos programados en la Temporada Sinfónica del Auditorio de la Diputación de Alicante.»

read

     

      Hamburger Abendblatt (Germany):

2017-06-03: «Wow, was für eine Spannung! Beethovens Tripelkonzert schleicht sich zwar auf leisen Sohlen an. Doch die schienen bei den Festival Strings Lucerne förmlich zu glühen. Celli und Bässe strichen wie auf sprichwörtlichen Kohlen und flüsterten den Pianissimo-Beginn mit einer Intensität, die sofort alle Aufmerksamkeit ansaugte. Ohne Dirigenten, aber mit umso feineren Antennen füreinander schufen die Orchestermitglieder ein Klima kammermusikalischer Konzentration, das den grossen Saal [der Elbphilharmonie] bis auf den letzten Platz füllte und auch auf die Solisten ausstrahlte.»

read

 

       Süddeutsche Zeitung, Munich (Germany):

2016-12-12: «Sie [Angela Hewitt] spielt mit der Selbstverständlichkeit, mit der andere Menschen höchstens sprechen. Irgendwo auf dem Weg zwischen Herz und Kopf scheint bei ihr die Musik direkt in die Fingerspitzen zu fließen, wo sie sich in einen Anschlag von unnachahmlicher Schönheit verwandelt: (…) Dem minutenlangen Beifall am Ende antworten Pianistin und Orchester mit dem langsamen Satz aus Bachs f-Moll-Konzert BWV 1056.»

 

 

       Frankfurter Allgemeine Zeitung (Germany):

2016-08-24: «Eine Geigerin wie Arabella Steinbacher, die nun als prima inter pares zusammen mit den Festival Strings Lucerne die tausendfach abgespielten ‘Vier Jahreszeiten’ von Antonio Vivaldi zu einem funkelnden musikalischen Fest werden ließ, hat positive Diskriminierung nicht nötig.»

 

 

       Frankfurter Neue Presse (Germany):

2016-07-25: «Die mit großer Spielfreude und Perfektion agierenden Luzerner spielten zudem Mozarts 33. Sinfonie, die ‘Armida’-Ouvertüre von Haydn und die ‘Olympie’-Ouvertüre von Joseph Martin Kraus, dem genialen ‘schwedischen Mozart’ aus Miltenberg am Main.»

 

 

       Frankfurter Allgemeine Zeitung (Germany):

2016-07-25: «Die Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319 erklang mit den Festival Strings – sogar unter leisem Grillenzirpen – leichtfüßig, federnd, schlank und so, dass die Bläser gegenüber der relativ kleinen Streicherbesetzung nicht zu dominant hervortraten.»

 

 

      Frankfurter Allgemeine Zeitung (Germany):

2016-05-09: «Fesselnder Einklang», «Das gibt es nicht alle Tage: Vom ersten Akkordakzent an schlugen die Festival Strings Lucerne die Hörer in ihren Bann; verblüffend, die das Kammerorchester den grossen Saal der Alten Oper ohne jegliches Forcieren mit wohllautender Sonorität füllte.»

 

 

      Frankfurter Rundschau (Germany):

2016-05-09: « (…) oder eben Festival Strings Lucerne – neben den großen schweizerischen Sinfonieorchestern (…) sind es in heraus­ragender Weise gerade die kleinen sinfonischen Formationen, die eidgenössische Qualität in musikalischer Hinsicht repräsentieren. (…) Das Luzerner Streicher-Septendecimtett leitete von seinem Sitz am Konzertmeister-Pult der australisch-schweizerische Geiger Daniel Dodds umsichtig und engagiert.»

 

 

Mittelbayerische Zeitung, Regensburg (Germany):

2016-03-15: « (…) kam die abschließende Tschaikowsky-Explosion gänzlich unerwartet. Sie traf einen mit voller Wucht und man konnte nur mit offenem Mund bestaunen, wie die gerade einmal 16 Musiker unter der Leitung ihres Konzertmeisters Daniel Dodds die viel gespielte C-Dur-Serenade in eine unerhörte Apotheose des Streich­er­klangs verwandelten. (…) Allein dem ersten Cellopult bei dieser Lust an der musikalischen Kommunikation zuzusehen, war ein Genuss. Schon nach dem ersten Satz, dessen Eröffnungshymnus die Luzerner unwiderstehlich zum Vibrieren gebracht hatten, brandete zusammen mit einem anerkennenden Bravo-Ruf Applaus auf.»

 

       

Badische Zeitung, Freiburg/Breisgau (Germany):

2016-02-24: «Die Luzerner, ganz vibratoarm spielend, ver­stehen die vier Sätze als Offenbarung. (…) Dabei glückt ihnen gleich zu Beginn ein Spiel, in dem das Thema zum vorbeihuschenden Spuk wird. Einfach grandios! Und das Fazit dieser Matinee? Sicher, es muss nicht immer Mozart sein. Doch so gespielt, überwältigt er immer aufs Neue und macht sprachlos.»

 

 

Gramophone Magazine | 2015

«Arabella Steinbacher / Festival Strings Lucerne, MOZART Violin Concertos Nos 3 - 5»

The Lucerne Festival Strings are a small enough body to allow even accompanying lines to be played in a positive, lively manner

read

Weser Kurier | 20.11.2014

«Bewitching and varied»

Alison Balsom in the "Glocke"

read

noethers-kritiken.de | 18.11.2014

«Wanted: an alternative to war and masculinity»

The trumpeter Alison Balsom with the Festival Strings Lucerne at the Konzerthaus

read

Schaumburger Nachrichten | 16.11.2014

«Sound and touch»

The trumpeter Alison Balsom and the Lucerne Festival Strings play in sold-out "Funkhaus" of the NDR.

read

Aachener Zeitung | 04.11.2014

«The new master concerts celebrating a furious start»

read

The New York Times | 16.07.2014

«Arabella Steinbacher / Festival Strings Lucerne, MOZART Violin Concertos Nos 3 - 5»

Her sweet-toned, expressive playing and the polished, buoyant sound of the Festival Strings Lucerne...

read

Kulturradio rbb | 12 May 2014

«Arabella Steinbacher: Mozart - Violin Concertos Nr. 3, 4 & 5»

Convincing Recording of Mozart’s last three Violin concertos with Lucerne Festival Strings led by its Artistic Director, Australian violinist Daniel Dodds.

read

Südkurier | 24 September 2013

«Festival Strings Lucerne: Fascinating sound quality»

Lucerne Festival Strings concert in Villingen's Franziskaner Konzerthaus

read

Schwarzwälder Bote | 23 September 2013

«Festival Strings Lucerne concert: a special occasion»

Lucerne Festival Strings concert in Villingen's Franziskaner Konzerthaus

read

Giornale della Musica | 16 September 2013

«Bray inaugura il Museo del Violino»

Opening concert of the Stradivari Festival in Cremona by the Lucerne Festival Strings with Arabella Steinbacher

read

Mondo Padano | 15 September 2013

«La tedesca Steinbacher incanta allo Stradivari Festival»

Opening concert of the Stradivari Festival in Cremona by the Lucerne Festival Strings with Arabella Steinbacher

read

Corriere della Sera, Mailand | 12 September 2013

«Da 8 anni suono un capolavoro»

Opening concert of the Stradivari Festival in Cremona by the Lucerne Festival Strings with Arabella Steinbacher

read

La Nacion, Buenos Aires | 30 June 2013

«Sólo cuerdas para un delicado programa»

Concert by the Lucerne Festival Strings in the Teatro Coliseo, Buenos Aires

read

El Mercurio, Santiago de Chile | 20 June 2013

«El sonido suizo»

Concert by the Lucerne Festival Strings in the Teatro Municipal de Las Condes, Santiago de Chile

read

Neue Presse, Hannover | 29 April 2013

«David Garrett - the laid-back Paganini»

Concert by the Lucerne Festival Strings in Hanover's Kuppelsaal with David Garrett

read

Oberösterreichische Nachrichten, Linz| 11 March 2013

«Matinee with sensational perfection»

Concert by the Lucerne Festival Strings in the Brucknerhaus, Linz

read

Frankfurter Neue Presse | 28 January 2013

«Softly the serenade glided by»

Concert by the Lucerne Festival Strings in the Alte Oper, Frankfurt/Main

read

New York Times | 18 April 2011

«At the Lucerne Easter Festival, Haitink Holds Up a Mirror for Promising Maestros»

Meisterkurs für Dirigenten am Lucerne Festival zu Ostern mit Bernard Haitink und den Festival Strings Lucerne

read